Zur Praxis des Darstellenden Spiels

Einsatz von szenischen Methoden für die Sprachförderung vor der Einschulung

 

Das NiLS (jetzt NLQ) hat zwei Publikationen zum Schultheater herausgebracht. Während sich das erste Heft „Zur Praxis des Darstellenden Spiels“ mit dem Thema „Leistungsbewertung“  befasst , thematisiert das zweite Heft aus dem Jahr 2007 den Einsatz von szenischen Methoden für die Sprachförderung vor der Einschulung .

Diese Materialsammlung wendet sich vor allem an Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, die im Elementarbereich oder in den Eingangsklassen der Grundschulen tätig sind. Hierin werden zu einzelnen Situationsfeldern (z. B. „Was mir wichtig ist“ oder „Sich wohlfühlen“) szenische Übungen angeboten, die durch ihren ganzheitlichen und handlungsorientierten Ansatz Spracherwerb in einem situativen Kontext ermöglichen sollen.

 

Zahlreiche Bildungsstudien der vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, wie wichtig das Beherrschen der deutschen Sprache für den schulischen Erfolg der Kinder ist. Kinder sollen daher vor der Schule und in der Schule noch stärker sprachlich gefördert werden. Hierzu dienen die Förderprogramme „Ich lerne Deutsch vor der Grundschule“ und „Ich lerne Deutsch in der Grundschule“. Beide sollen Schülerinnen und Schülern, deren Deutsch-kenntnisse nicht ausreichen, helfen, erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können. In der auf dieser Grundlage konzipierten Materialiensammlung werden zu einzelnen Situations-feldern (z. B. : „Was mir wichtig ist“ oder „Sich wohlfühlen“) szenische Übungen angeboten, die durch ihren ganzheitlichen und handlungsorientierten Ansatz Spracherwerb in einem situativen Kontext ermöglichen sollen

 

Die Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Wirklichkeit erfolgt niemals isoliert auf nur einer Ebene; daran ist immer der Mensch als Ganzes mit seinen bisherigen Erfahrungen auf den verschiedenen Ebenen, mit seinen Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeiten, seinen Gefühlen sowie seinen sozialen und kognitiven Möglichkeiten beteiligt. Diese Dimensionen seiner Entwicklung sind jederzeit untrennbar miteinander und mit dem sprachlichen System verknüpft.

 

Der vorliegende Ansatz der vorschulischen Sprachförderung durch szenische Methoden ver- sucht  dem Rechnung zu  tragen, indem  sehr  bewusst  der  Einsatz des Körpers des Kindes

und seine Freude am kindlichen Spiel gezielt genutzt werden, um das Kind in seiner Identi- tätsentwicklung und sprachlichen Ausdrucksfähigkeit zu stärken. Grundlage für den Sprach- erwerb aus interaktionistischer Sicht, um den es in der vorschulischen Sprachförderung vorrangig geht, ist die Strukturierung gemeinsamer Handlungssituationen und ihre sprachlichen Erarbeitung wie auch das Einüben einfacher Kommunikationsschemata, die immer wiederholt werden. Mit diesen so genannten Formaten sind standardisierte Situationen gemeint, die für die Interaktionspartner bedeutungsvoll sind und sich immer wiederholen. Durch die Wiederholungen prägen sich sprachliche Strukturen ein, die für bestimmte Situationen (z.B. begrüßen/sich verabschieden/sich vorstellen) typisch sind und deren Beherrschung dem Kind Sicherheit geben.

 

Durch den Einsatz kreativer szenischer Methoden werden sehr gezielt Situationen geschaffen, in denen die Kinder durch die Verbindung von Körper und Kopf lustvoll Formate trainieren. Die dabei erlangte Sicherheit stärkt ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl und motiviert sie, sich den sprachlichen Anforderungen weiter zu öffnen. In dieser Hand-reichung sind viele Beispiele dokumentiert, die zeigen, wie lustvoll Formate/Wiederholungen sein können.

Das Redaktionsteam des Heftes setzt sich aus Erzieherinnen, Logopäden, Theaterpädagogen und aus Lehrkräften zusammen, die das Fach Darstellendes Spiel unterrichten und die eine langjährige Fachpraxis aufweisen können.

 

Schultheater der Lander 2011 in Dusseldorf 

Das Schultheater der Lander 2007 in Wolfsburg 

 

 

Flyer zum SdL 2011

Ausschreibung / Bewerbung SdL 2008

Plakat des Schultheater der Länder in Wolfsburg

Ausschreibung SDL 2007


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